Dünen Maspalomas

Dünen von Maspalomas: Cruising & Swinger-Paradies auf Gran Canaria

Die Dünen von Maspalomas liegen an der Südspitze von Gran Canaria. Sie zählen zu den bekanntesten Wahrzeichen der Kanareninsel. Wenn man in den Dünen unterwegs ist und sich gerade in einer Senke befindet – ohne das Meer oder die Hotels von Playa del Ingles zu sehen – fühlt man sich wie mitten in der Sahara!

Dünen von Maspalomas Gran Canaria: Cruising & Swinger-Paradies

Die Dünen von Maspalomas erstrecken sich über eine Länge von sechs Kilometern und eine Breite von zwei Kilometern zwischen Playa del Ingles und dem Leuchtturm von Maspalomas. Eine Dünenlandschaft dieser Größe ist in Europa einzigartig. Ein Spaziergang durch diese Wüstenlandschaft auf Gran Canaria ist ein beeindruckendes Erlebnis, das man nicht vergessen wird!

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Die Dünen auf der Kanarischen Inseln sind jedoch auch ein sensibles Ökosystem. Bereits in den 1960er und 70er Jahren wurde die Dünenlandschaft durch die touristische Entwicklung fast zerstört. Durch die Bebauung von Maspalomas wurde die Wanderbewegung der Dünen gestört. Die wachsende Anzahl von Besuchern führte zum Abwandern zahlreicher Vogelarten. Müll und Abwässer verschmutzten die Dünen.  Gerade noch rechtzeitig wurden die Dünen im Jahr 1987 zum Naturschutzgebiet erklärt. 1994 wurden weitere Maßnahmen zum Schutz der Dünen ergriffen. Die Bebauung der Dünen wurde zum Glück gestoppt. Irgendwo im Sand findet man jedoch noch heute das Betonfundament eines geplanten Hotels, das glücklicherweise niemals gebaut wurde!


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Am Rande der Dünen warnten seit Jahren spezielle Hinweisschilder vor dem Betreten des Dünenareals. Viele Besucher haben sich jedoch nicht daran gehalten. So war es in den vergangenen Jahrzehnten weiterhin möglich, sich frei in der Miniwüste zu bewegen. Insbesondere bei schwulen Männern und heterosexuellen Swinger-Paaren waren die Dünen von Maspalomas eine beliebte Cruising-Area. Hier konnte man relativ unbeobachten unter freiem Himmel Sex haben, gerne mit wechselnden Partnern und/oder in Gruppen. Mit dieser sexuellen Freizügigkeit scheint es nun leider vorbei zu sein.

Die Dünen auf Gran Canaria werden nun überwacht
Die Dünen auf Gran Canaria werden nun überwacht

Dünen von Maspalomas werden überwacht

Ich habe viele schöne Erinnerungen an meine Streifzüge durch die Dünen auf Gran Canaria (und habe dort viele nette Männer kennengelernt). Doch ein schnelles Abenteuer kann dort in Zukunft teuer werden: Denn das Naturschutzgebiet wird nun ständig überwacht wird. Ein siebenköpfiges Überwachungsteam sorgt nun dafür, dass Einheimische und Touristen nicht vom rechten Weg abkommen. Spaziergänge durch die Dünen sind nur noch auf vordefinierten Wegen möglich, die durch spezielle Poller gekennzeichnet sind. Sich auf den Dünen zu sonnen, ist ebenfalls nicht mehr erlaubt.

Wer sich nicht an die Regeln hält, hat mit drastischen Strafen zu rechnen: Für geringfügige Vergehen drohen Geldstrafen von 150 bis 600 Euro, bei schwerwiegenden Straftaten können Geldbußen von bis zu 600.000 Euro verhängt werden! So soll das Dünen-System wieder in seinen ursprünglichen Zustand versetzt werden.

Wie wirkt sich die Überwachung der Dünen auf den Gay- und Swinger-Tourismus aus?

Es bleibt abzuwarten, wie sich die Überwachung der Dünen auf den Gay- und Swinger-Tourismus auf Gran Canaria auswirkt. Da das Betreten der Dünenlandschaft nicht komplett verboten ist, gehe ich davon aus, dass es weiterhin möglich sein wird, von Playa del Ingel aus quer durch die Dünen zum beliebten Schwulenstrand am Kiosk Nummer 7 zu wandern. Falls deine Unterkunft in Maspalomas liegt, musst du ohnehin nicht durch die Dünen zum Gay Beach gehen, sondern kannst vom Leuchtturm aus direkt am Strand entlangspazieren. Am FKK-Strand kann man sich weiterhin zwanglos nackt in der Sonne präsentieren. Das Cruisen in den vereinzelten Büschen wird jedoch vermutlich nicht mehr möglich sein.

Eine weitere Cruising Area befindet sich am Eingang zu den Dünen in Maspalomas, nahe der Kamelstation. In dem Verkehrskreisel direkt neben dem Barranco, parken viele Strandbesucher und Cruiser ihre Autos. Von dort aus geht es durch ein großes Tor (welches Tag und Nacht offen stand) direkt in die Dünen. Hier war zu jeder Tages- und Nachtzeit Cruisen angesagt. Vor allem einheimische schwule und bisexuelle Männer tummeln sich hier, und nur wenige Touristen.

 

 

 

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