Gay Dortmund-Reisen: Tipps für schwule Urlauber

Gay Dortmund: Tipps für ein schwules Wochenende

Am vergangenen Wochenende haben wir mal wieder einen spannenden Städtetrip unternommen. Als aufmerksamer Leser meines Reiseblogs weiß du sicher, dass ich ein großer Fan des Ruhrgebiets bin. Vergesst Berlin: Die Region ist für mich die aufregendste Gegend in Deutschland. Im Ruhrpott gibt es viele spektakuläre Sehenswürdigkeiten, lebendige Städte und freundliche Menschen.

Mein Lesetipp: Alle Infos über Gay-Trips ins Ruhegebiet

Gay Dortmund: Ein schwules Wochenende in der größten Stadt des Ruhrgebiets

Dortmund ist eine jener Städte, an denen ich auf der Autobahn schon Hunderte Male vorbeigefahren, aber noch nie ausgestiegen bin. Zudem ist die Stadt nur 90 Autominuten von unserem Wohnort entfernt. Es wurde also höchste Zeit, sich die größte Stadt des Ruhrgebiets endlich genauer anzuschauen!


Dildoking

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Am Freitagmittag fuhr ich meinen iMac im Büro herunter und direkt nach Feierabend machte wir uns auf den Weg gen Westen. Über die A2 kamen wir schnell und glücklicherweise staufrei in die Ruhrpottmetropole. Tatsächlich kamen wir so früh in Dortmund an, dass unser Hotelzimmer noch gar nicht fertig war. Doch kein Problem: Wir gaben unser Gepäck an der Rezeption ab und machten uns sofort auf den Weg in die Fußgängerzone.

Gay Dortmund Wochenende: Ankunft im Hotel
Gay Dortmund Wochenende: Ankunft im Hotel

Da sich unser Hotel mitten im Zentrum und direkt neben dem Hauptbahnhof befand, war es nur ein kurzer Fußweg. Und der erste Eindruck überraschte uns: Statt Ruhrpott-Charme begrüßte uns eine saubere und moderne Innenstadt. Normalerweiß kaufe ich nicht gerne ein, aber an diesem Tag war ich plötzlich in Einkaufslaune: Schon nach kurzer Zeit waren unsere Einkaufstüten prall gefüllt. Dortmund ist also die perfekte Shopping-Stadt!

Übrigens: Kennst du schon meine schwulen Tipps für Essen?

Als der Hunger kam, machten wir uns auf den Weg zum Marktplatz. Die freundliche Rezeptionistin im Hotel hatte uns verraten, dass sich dort viele Restaurants befinden, in denen man gut essen kann. Direkt am Marktplatz fanden wir jedoch kein Restaurant, das uns gefiel. Nach einer kurzen Google-Recherche fanden wir jedoch die L’Osteria – nur wenige Minuten entfernt am Friedensplatz. Hier aß ich eine Pizza, die fast so groß war, wie der Tisch!! Das Pasta-Gericht meines Mannes wirkt dagegen winzig!

Riesige Pizza in Dortmund!
Riesige Pizza in Dortmund!

Gay Bars und Clubs in Dortmund

Natürlich wollten wir auch die Gay-Szene in Dortmund kennenlernen. Nur wenige Meter von unserem Hotel entfernt befand sich der Club im Burgtor. Dabei handelt es sich um die älteste Travestie-Kneipe im Ruhrgebiet: Am 13.12.2018 wurde das 44-jährige Jubiläum gefeiert! Im Jahr 1976 (meinem Geburtsjahr!) trat hier z.B. Georg Preuße alias Mary auf – lange bevor er „Gordy“ traf und Show-Karriere machte. Auch andere Stars wie Bernhard Brink standen hier damals auf der Bühne. Heute bietet „Fine“ (die Chefin des Hauses) mit vielen bunten Veranstaltungen und einer eigenen Travestie-Gruppe Spaß und Freude für jedermann.

Dortmund für Gays: Club im Burgtor
Dortmund für Gays: Club im Burgtor

Gleich um die Ecke befindet sich der Don Club. Der Laden ist auch bei Heteros beliebt, weil es dort keine Sperrstunde gibt – also für Nachteulen genau das Richtige. Und du findest dort sogar einen Darkroom!

Auch eine Gaysauna gibt es in Dortmund: Das Jumbo-Center befindet sich in einem Industriegebiet und bietet u.a. einen Pool, leckeres Essen, einen tollen Kamin und Duschen mit Regenwaldatmosphäre. Hier können schwule Männer in aller Ruhe schwimmen, im Whirlpool entspannen, in Sauna und Dampfbad schwitzen oder bei Sonnenschein auf der Dachterrasse relaxen! Wenn du in Dortmund bist, solltest du unbedingt mal vorbeischauen!

Was können schwule Männer sonst in Dortmund unternehmen?

Auch kulturell hat Dortmund viel zu bieten. Von Museen über Konzerte bis zu Ballett-, Opern- und Theatervorstellungen finden Kulturliebhaber in Dortmund alles, was das Herz begehrt.

Kunstausstellung im Dortmunder U
Kunstausstellung im Dortmunder U

Ein absolutes Muss bei einem Besuch in der Stadt ist das Dortmunder U. Das Gebäude – auch U-Turm genannt – wurde in den Jahren 1926/1927 als Gär- und Lagerkeller der Dortmunder Union Brauerei errichtetet. Hier werden Kunstwerke aus dem 20. und 21. Jahrhundert präsentiert und innovative Konzepte auf den Gebieten der kulturellen Bildung entwickelt.

Das Highlight im Dortmunder U ist jedoch die Dachterrasse, von der du einen fantastischen Ausblick über die Stadt hast!

Auf der tollen Dachterrasse des Dortmunder U
Auf der tollen Dachterrasse des Dortmunder U

Seit 2010 befindet sich das Museum Ostwall ebenfalls im U-Turm befindet. Der Komplex ist somit Bestandteil einer Kunst- und Kulturmeile entlang der Dortmunder Königswalls, die über das Deutsche Fußballmuseum bis zum Konzerthaus Dortmund reicht. Mit seinen modernen Kunstwerken ist das Dortmunder U natürlich auch ein grandiose Fotospot für Blogger und Instagrammer!

Regenbogenfarben vor dem Dortmunder U
Regenbogenfarben vor dem Dortmunder U

Außerhalb der Innenstadt mit ihren üblichen Filialen großer Warenhausketten findest du in Dortmund übrigens auch einige urbane Szene-Viertel: Im Kreuzviertel und im Kaiserviertel findest du angesagte Bars, Cafés und Geschäfte sowie ein hippes Publikum.

Weitere interessante Sehenswürdigkeiten – nicht nur für Gays – in Dortmund sind:

  • Fußballmuseum
  • Westfalenpark mit Florianturm
  • Zeche Zollern
  • Kokerei Hansa
  • Ruine Hohensyburg
Zwei Gays besichtigen die Kokerei Hansa in Dortmund
Zwei Gays besichtigen die Kokerei Hansa in Dortmund

Fazit: Ist Dortmund für ein schwules Wochenende geeignet?

Wir waren von Dortmund sehr positiv überrascht! Besonders zum Einkaufen ist die Stadt wunderbar geeignet. Und wenn du die Atmosphäre eines Szeneviertel brauchst, kann man wunderbar durch das Kreuzviertel oder das Kaiserviertel bummeln.

Vor unserer Heimreise am Sonntag besichtigten wir noch die Kokerei Hansa. Das Industriedenkmal in Dortmund-Huckarde ist ein Muss für Fans der für das Ruhrgebiet typischen Industriekultur und eine tolle Fotolocation. Über die Besichtigung werde ich jedoch noch einen separaten Blogbeitrag schreiben!

Da die Stadt wirklich nicht weit von unserem Wohnort entfernt liegt, werden wir in Zukunft auf jeden Fall häufiger nach Dortmund fahren. Beim nächsten Mal werden wir uns unbedingt auch einen Eindruck der berühmt-berüchtigten Dortmund-Nordstadt verschaffen!

 

 

 

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3 Kommentare zu „Gay Dortmund: Tipps für ein schwules Wochenende“

  1. Rolf-Uwe Börner

    Hallo lieber Mario. Ich bin durch Zufall auf deinen Reiseblock gestoßen,und ich kann Dir versichern,dass was Du über Dortmund beschrieben hast,wirklich genau so ist. Denn ich muss das wissen,weil ich ein waschechter Dortmunder bin. Selbst ich,der Dortmund ja kennen sollte,entdecke immer wieder neue Dinge ,die ich so noch nie so gesehen habe.Erst als in Dortmund, vor ca.35-40 Jahren,der Umbruch begann, kamen dann auch die“Schätzchen“ für jeden interessierten Bürger zum Vorschein.
    Was Ihr euch auch einmal unbedingt anschauen solltet, ist die DASA(Arbeitswelt) in Dortmund Dorstfeld. Da kannst du sehen,wie man früher gearbeitet und produziert wurde.Du kannst auch selber Experimente,die dort aufgebaut sind,durchführen. Auch kannst du selber ausprobieren, einen Bus,über einen Simulator zu steuern,oder mit einem Gabelstapler,eine Palette,von A nach B zu steuern,oder mit einem Kleinflugzeug zu fliegen. Aber keine Angst,du siehst alles auf einer Leinwand,die über den Simulator laufen. Ganz wichtig, nehmt euch viel Zeit mit,es lohnt sich. Und ich würde euch raten, am besten ist die Zeit aber 13:00Uhr,denn vorher sind viele Schulklassen und Kindergarten da,und es ist dann sehr laut,und es macht dann wirklich keinen Spaß.
    Selbst für Menschen mit Handycap,so wie bei mir,war es überhaupt kein Problem, Dinge zu testen und Experimente zu machen. Am meisten haben mich die Flüge usw in den Bann gezogen. Und wenn ihr zwischendurch Hunger bekommt,kann man dort auch eine Kleinigkeit essen.
    Ich hoffe ,dass es euch genauso viel Spaß macht,wie mir. Ich würde mich freuen,wenn ihr mir mal über die DASA Arbeitswelt,berichten würdet.
    MfG
    Rolf-Uwe Börner

  2. Lieber Rolf-Uwe, vielen Dank für den ausführlichen Kommentar. Uns hat Dortmund wirklich sehr gut gefallen. Auch in Essen sind wir sehr gerne. Das Ruhrgebiet ist für uns die vielleicht spannendste Region in Deutschland!

  3. Bester Mario,
    danke für deine Mühe der potentiellen Leserschaft die Stadt Dortmund näher gebracht zu haben. Neben meinem persönlichen Desinteresse für Kaufrauschverhalten fällt jedoch auf, dass ein wichtiger Aspekt zu Dortmund ausgeblendet wurde.
    Bundesweit ist Dortmund nämlich als Hochburg von Neo-Nazis zu gewichten, die im Stadtteil Dorstfeld mehrere Wohnhäuser angemietet haben. Bei Anlässen werden diese mit Reichskriegsflaggen bestückt. Straßenzüge fallen durch Parolen rassistischer, antisemitischer und faschistischer Coleur auf, Aufkleber en masse verunstalten Straßenlaternen. Dieses widerliche Klientel ruft darüber hinaus dazu auf, ihres – seinesgleichen nach Dortmund umzuziehen. In Anbetracht eines männerbündischen Auftretens dieser Horden, einhergehend mit Mackerwahn und Homophobie, kam es zu brutalen Übergriffen auf schwule Menschen (Westpark), Angriffe auf Ratsversammlungen oder die 1.Mai DGB-Demo, Todesschüße auf Polizisten, regelmäßige Aufmärsche vervollständigen das Bild. Einem menschenverachtenden Weltbild nach, hat der Punkrocker “ Schmuddel “ vor Jahren sein Leben lassen müssen und wurde erstochen. Der Täter zu einer lächerlich geringen Strafe verurteilt und ist schon länger wieder frei und zurück im Schoß der sog. “ organisierten Volksgemeinschaft Dorstfeld „, von wo bei ihm weitere Gefahr und Aggressivität ausgeht. Diese Aufzählung ist garantiert unvollständig, mehr würde hier den Rahmen sprengen.
    Sry, auf die Euphoriebremse getreten haben zu müssen, aber es besteht auch für schwule Männer ein erhebliches Sicherheitsrisiko in Dortmund. Polizei und Stadt sind hilflos, verharmlosen diese Problematik sogar noch.
    Kulturell hat Dortmund jedoch viel zu bieten: gute Bands, Veranstaltungsorte, Kulinarisches.

    Augen auf und Vorsicht, organisiert euch gegen Nazi-Umtriebe!
    Antifaschistische Grüße:
    Fritz

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