Sexspielzeug im Gepäck: Sextoys auf Reisen in Koffer oder Handgepäck?

Sexspielzeug im Gepäck: Mit Sextoys auf Reisen

Es soll tatsächlich Urlauber geben, die ihr Sexspielzeug mit in den Urlaub nehmen. Das kann bei der Sicherheitskontrolle nicht nur peinlich werden, sondern im schlimmsten Fall sogar gefährlich. Ich verrate dir deshalb, was du mit Sextoys im Gepäck auf Reisen beachten musst!

Sex-Toys auf Reisen in Koffer oder Handgepäck packen?

Stell dir vor du stehst an der Sicherheitskontrolle am Flughafen und der Mitarbeiter fragt: „Was ist das?“. Dabei hält er oder sie das soeben entdeckte Sex-Toy aus deinem Koffer in die Höhe. Das ist natürlich erstmal extrem peinlich. Doch wenn es ganz schlecht für dich läuft, wird deinem Sexspielzeug sogar Gefährdungspotenzial zugeschrieben und es kurzerhand konfisziert.

Wer Intimspielzeug mit auf Flugreisen nimmt, sollte sich daher ein wenig mit den Bestimmungen und Regeln für Flugsicherheit beschäftigen. Ob Butt-Plugs, Dildos, Liebespuppen, Masturbatoren oder Vibratoren – sie alle können aus unterschiedlichen Gründen in der Sicherheitsüberprüfung hängen bleiben. Insbesondere der Fantasie und Kreativität der Hersteller und Nutzer ist es zu verdanken, dass Sextoys nicht immer als solche leicht zu erkennen sind. Dann kann es schnell zur geschilderten Szene kommen.


Tom Rockets
(Werbung)

Ein weiterer entscheidender Faktor sind Akkus und Batterien. Es gibt unterschiedliche Akku- und Batterietypen, unter denen sich auch selbstentzündliche Varianten befinden. Aufmerksam bis allergisch reagieren Sicherheitskontrolleure auch auf alles, was in einem Koffer Geräusche von sich gibt und Vibrationen auslöst.

Auch interessant:

Sexspielzeug im Flugzeug: Batterien bergen Risiko

Wie von manchem Smartphone bereits bekannt, können sich Lithium-Ionen-Batterien und Akkus entzünden. Auch Alkali-Mangan-Batterien werden zumindest der ungewollten Erwärmung verdächtigt. Daher müssen diese Batterietypen im Handgepäck stets beobachtet und griffbereit transportiert werden. Akku und Batterien sollten immer aus dem Sex-Spieltzeug entnommen werden. Idealerweise werden die Sextoys im aufgegebenen Gepäck deponiert und die Akkus und Batterien im Handgepäck.

Wenn nur mit Handgepäck gereist wird, sind beide Bauteile klar voneinander zu trennen. Nach dem Entfernen der Energieträger ist auch ein versehentliches Anschalten des Sextoys ausgeschlossen.

Sex-Toys im Urlaub: Größe beachten und Funktion erklären

Einige Sextoys haben ein interessantes Aussehen und manchmal auch erstaunliche Dimensionen. Wenn ein Dildo oder Vibrator einem Schlagstock ähnelt, kann das an den Sicherheitskontrollen am Flughafen zu Missverständnissen führen. Im Zweifel hat immer der Sicherheits- oder Zollbeamte recht, wenn er einen Gegenstand als potenzielle Waffe definiert. Daher sind große und vor allem lange Sextoys eher ungeeignet, um mit auf Flugreisen zu gehen.

Als Faustformel kann sich an den Bestimmungen für Messerklingen und Schraubenziehern orientiert werden. Ab Klingen- oder Schaftlängen ab zwölf Zentimeter beginnt der Ermessensspielraum. Erschwerend kann hinzukommen, wenn sich neben den massiv wirkenden länglichen Sex-Spielzeugen auch Handschellen und anderes Fesselgerät im Koffer oder der Reisetasche befinden. Sicherheitshalber sollten diese Sextoys, wenn möglich, im aufgegebenen Gepäck transportiert werden.

Am Körper mitführen

Mancher Reisende kommt auf die Idee, das Sextoy einfach an der Stelle zu transportieren, für die es gemacht ist. Das kann gut gehen, muss es aber nicht. Metalldetektoren schlagen bei Butt-Plugs aus Metall natürlich sicher an. Auch in Dildos und Vibratoren befindet sich in den meisten Fällen ausreichend Metall. Das Gleiche gilt für Cockringe.

Auch interessant:

Wer sich für diese Variante des Transports entscheidet, geht das nicht unerhebliche Risiko ein, am Passieren der Sicherheitsschleuse gehindert zu werden. Im Prinzip ist es dann die Aufgabe und das Problem des Toyträgers, eine Lösung herbeizuführen. Dem Sicherheitspersonal ist es letztlich egal, warum der Detektor anschlägt. Sie folgen einzig dem Ziel, nur Publikum ohne Metall am und im Körper passieren zu lassen.

Gleitgel, Hygiene und konservative Landeskultur

Für Gleitgel gilt die gleiche Regelung wie für alle anderen Flüssigkeiten. Höchstens hundert Milliliter in einer Packung und höchstens ein Liter Flüssigkeit insgesamt (auch Zahnpasta zählt als Flüssigkeit). Um zu vermeiden, das die Sex-Toys bei der Kontrolle direkt angefasst und berührt werden, können sie in transparente Kunststofftüten verpackt werden, wie sie auch für Flüssigkeiten verwendet werden. Für Dildos und Vibratoren bieten sich auch verknotete Kondome (extra dick) an.

Und ganz wichtig: Bei Reisen in Länder mit sensiblen Ansichten zu Anstand und Sitte sollte auf die Mitnahme von Sextoxs generell verzichtet werden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert