Feigwarzen beim Mann: Behandlung & Entfernung

Feigwarzen beim Mann: Tipps zu Behandlung & Entfernung

Wie schön wäre das Leben ohne Geschlechtskrankheiten!? Werden im Genital- oder Analbereich des Mannes Papeln oder Knötchen sichtbar, handelt es sich oftmals um sogenannte Feigwarzen (Kondylome). Diese besondere Art von Warzen ist gutartig und wird sehr oft beim Geschlechtsverkehr übertragen. Doch auch im Urlaub kannst du dich ganz leicht mit Feigwarzen anstecken, z.B. in der Sauna oder im Dampfbad. In den meisten Fällen sind sie asymptomatisch und werden beim Mann daher normalerweise nicht von Schmerzen, Jucken oder Brennen begleitet. Allerdings sehen Feigwarzen nicht besonders schön aus und können behandelt und unbehandelt immer wieder auftreten. Wie kann man Feigwarzen behandeln? Ich verrate dir die besten Tipps zur Entfernung der unliebsamen Warzen!

Feigwarzen Mann: Die Ansteckungsgefahr im Intimbereich ist sehr hoch

Medizinisch werden Feigwarzen als Condylomata acuminata oder auch einfacher als Kondylome bezeichnet. Im Anfangsstadium sehen sie meistens wie kleine Pickel oder Pusteln aus. Unbehandelt entwickeln sich Knötchen oder Papeln, die vom Aussehen her an Blumenkohl erinnern. Sie treten nach einer Ansteckung im Scham- oder Genitalbereich oder auch im Analbereich auf. Da die Oberflächen der Feigwarzen in einem späteren Stadium verschorfen, reißen sie oftmals auf und bluten. Doch wie können Männer sich mit Feigwarzen anstecken?

  • Eine Ansteckung mit Feigwarzen kann beim Geschlechtsverkehr und Analverkehr erfolgen.
  • Ähnlich wie bei Herpes trägt auch bei Feigwarzen fast jeder Mensch das Virus in sich – jedoch bricht die Krankheit nicht bei allen aus.
  • Die gemeinsame Nutzung von Sexspielzeugen (z.B. Dildos oder Masturbatoren) kann zu einer Infektion führen.
  • Auch bei einem Saunabesuch oder im Pornokino kannst du dich infizieren (wenn du z.B. mit nacktem Po ohne Unterlage auf einer Fläche sitzt)

Übrigens: Ein Kondom bietet in der Regel keinen Schutz vor einer Ansteckung des Partners mit Feigwarzen. Die Ansteckungsgefahr ist so hoch, weil sich die Kondylome auch im Leistenbereich, am Hodensack oder auch am After, rund um dem Schließmuskel ausbreiten. Hier können die Warzen auch durch Hautkontakt übertragen werden!

Während einer Infektion sollten Männer auf Intimrasur verzichten

Da die Feigwarzen sehr ansteckend sind, können sie im unbehandelten Zustand schnell weiterentwickeln und an Größe zunehmen. Des Weiteren ist die Ausbreitung auf weitere Bereiche des Körpers möglich. Eine große Gefahr der Ausbreitung besteht vor allem bei Männern, die sich den Genitalbereich rasieren. Werden kleine Kondylome mit einer Rasierklinge verletzt, können sie sich über das Blut im gesamten Bereich ausbreiten, der rasiert wurde. Durch die Verbreitung der Feigwarzen nach der Rasur ist auch die Ansteckungsgefahr für den Partner höher. Männer, die mit Feigwarzen infiziert sind, sollten daher während einer Infektion auf die Rasur verzichten. Eine Entfernung der Schambehaarung mit einer Enthaarungscreme stellt allerdings kein Problem dar.

Wie kann man Feigwarzen behandeln und entfernen?

Wurden bei der Untersuchung des Mannes bei einem Urologen oder Hautarzt Feigwarzen diagnostiziert, stehen viele verschiedene Behandlungsmethoden zur Verfügung.

  • Wurden die Feigwarzen in einem sehr frühen Stadium entdeckt, ist eine Behandlung mit Tinkturen aus Teebaumöl oder auch mit hoch konzentrierten Essigessenzen aus der Apotheke möglich. Eine Therapie mit diesen Arzneimitteln oder auch mit speziellen Salben kann 12 bis 16 Wochen dauern.
  • Kleinere Befunde können von einem Urologen auch ambulant entfernt werden. Bei dieser Behandlung werden die Bereiche mittels einer Injektion örtlich betäubt. Kleinere Feigwarzen werden mit einer Kanüle geöffnet und oberflächlich entfernt. Die Wundränder werden danach mit einer speziellen Säurelösung gereinigt und bei Bedarf vernäht. Kleinere Befunde können ohne Naht verheilen.
  • Die Entfernung der Kondylome ist in einigen Praxen auch mit Hochfrequenzstrom, einer Kältebehandlung oder Abtragung durch eine innovative Laserbehandlung möglich.

Eine HPV-Impfung kann hilfreich sein

Auch wenn die Feigwarzen bei einem Mann erfolgreich entfernt wurden, besteht die Möglichkeit, dass sie wiederkehren. Bei Männern, die infiziert waren, liegt die Gefahr eines erneuten Auftreten zwischen 40 und 50 Prozent. Viele Fachärzte und Experten der Urologie und Dermatologie sind der Meinung, dass nach einer chirurgischen Behandlung der Feigwarzen eine HPV-Impfung sinnvoll ist. Laut aktueller Studien kann sich das Risiko einer erneuten Infektion mit Feigwarzen durch die Impfung nochmals um die Hälfte reduzieren.

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