Gay-Reisen Myanmar: Bars, Clubs & Cruising in Yangon

Myanmar, das früher Burma hieß, ist wohl das geheimnisvollste Land Südostasiens. Denn im Vergleich zu anderen Ländern der Region wie Thailand, Vietnam, Laos oder Kambodscha ist Myanmar immer noch von einem ganz besonderen Hauch von Exotik umgeben. Aber sind Gay-Reisen nach Myanmar eine gute Idee? Das erfährst du in diesem Blogbeitrag.

Gay-Reisen Myanmar (Burma)

Bevor du als schwuler Mann einen Trip in das Land planst, solltest du dich darüber informiern, was man auf Gay-Reisen nach Myanmar unbedingt beachten sollte.

Myanmar ist flächenmäßig doppelt so groß wie Deutschland und hat mehr als 50 Millionen Einwohner. Im ehemaligen Burma leben etwa 150 ethnische Gruppen, die Touristen sehr gastfreundlich empfangen. Homosexualität ist in Myanmar jedoch leider illegal und wird mit zehn Jahren Gefängnis bestraft. Dieses Gesetz wird allerdings selten durchgesetzt. Zudem gibt es viele andere sehr konservative Gesetze, die auf sexuelle Minderheiten angewendet werden können. Dazu zählen beispielsweise Sodomie oder die Produktion oder Verbreitung von Pornografie.

Homosexuelle Touristen werden von den meisten Burmesen vermutlich einfach als Freunde bzw. Freundinnen betrachtet. Sollten schwule Reisende trotzdem als solche erkannt werden, würden die meisten Einheimischen dies vermutlich tolerieren und nicht darauf reagieren. Dies gilt insbesondere für das Gastgewerbe.

Wie sollten sich schwule Reisende in Myanmar verhalten?

Ähnlich wie in arabischen Ländern (zum Beispiel Dubai oder Abu Dhabi) sollten Reisende in Myanmar öffentliche Zuneigungsbekundungen vermeiden. Dies gilt nicht nur für homosexuelle, sondern auch für heterosexuelle Touristinnen und Touristen. Wenn du beobachtest, dass burmesische Männer untereinander Intimitäten austauschen, dann ist das nur ein Zeichen von Freundschaft und nicht von Homosexualität.

Hotels in Myanmar für schwule Urlauber

Wie erwartet gibt es in Myanmar keine Gay Hotels. Schwulen und Lesben wird empfohlen, ein Zimmer in einem beliebten Boutique-Hotel oder bei internationalen Hotelketten wie Ritz, Hilton oder Shangri-La zu buchen. Das Personal ist dort an LGBT-Menschen gewöhnt, sodass es nicht zu Problemen aufgrund der Homosexualität von Gästen kommen sollte.

Gay-Szene in Myanmar: Yangon (Rangun)

Gay-friendly Bars und Clubs in Myanmar befinden sich in Yangon (ehemals Rangun), der größten Stadt des Landes. Die ehemalige Hauptstadt bildet das kulturelle und wirtschaftliche Zentrum des südostasiatischen Staates. Das Viertel Sanchaung ist bei der LGBT+-Community besonders beliebt.

Gay Bars in Yangon

  • Freedom Bar – Große Auswahl an fantastischen Cocktails, regionalen Speisen und eine Vielzahl von Shows und Live-Bands
  • O’Thentic – Ein LGBT-freundliches französisches Crêpe-Restaurant mit wöchentlicher LGBT-Veranstaltung jeden Dienstag namens „Friend’s TuesGay“.
  • Ko Ko’s – Das erste schwule Café und Bar in Myanmar. Ko Ko ist ein berühmter Friseur mit fünf Friseursalons in Yangon.
  • Fahrenheit Bar – Schwulenfreundliches Café und Bar. Hier werden mexikanische/asiatische Fusionsgerichte sowie Craft-Cocktails serviert.
  • Sarkies Bar – Eleganter Anlaufpunkt für stilvolle Drinks im berühmten Hotel The Strand.

Gay Clubs & Partys in Yangon

  • FAB – Monatliche Clubnacht für Schwule, Lesben und ihre Freunde, die in der MUSE Bar stattfindet. Hier treffen sich Einheimische, Expats und Touristen. Es gibt Live-Musik sowie Sets von lokalen DJs.
  • 9th Floor Disco – einer der lebendigsten Clubs in Yangon. Überwiegend schwule Männer, aber auch einige lesbische Paare und Heteros – feiern hier
  • 369 Disco – Die älteste Schwulen-Diskothek der Stadt ist am Wochenende immer noch ein beliebter Treffpunkt.
  • Silver Oak Café – Vorne befindet sich ein Friseursalon, hinten ein Musikclub.

Welche Sehenswürdigkeiten müssen LGBT in Myanmar sehen?

Eine der beliebtesten Touristenattraktionen während eines Gay-Urlaubs in Myanmar ist zweifellos die Stadt Yangon im Zentrum des Landes. Ein Besuch lässt sich ideal mit einem Abstecher nach Bagan mit seinen über 2.000 Tempeln, dem zauberhaften Mandalay oder dem Inle-See, der für seine Einbeinruderer bekannt ist, verbinden.

Eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten des Landes befindet sich ebenfalls in Yangon: die goldene Shwedagon-Pagode. Schon der Dschungelbuch-Autor Rudyard Kipling kam bei ihrem Anblick zu der Erkenntnis:

Das hier ist Burma, ein Land, das anders ist als alle anderen, die ich kenne.

Ein ganz besonderes Erlebnis bei Gay-Reisen durch Myanmar sind die Klöster und Tempel von Mandalay sowie die historische „Stadt der Könige” Bagan mit ihren Tausenden von Pagoden.

Das Highlight jeder Reise sind jedoch die freundlichen Menschen. Auf Märkten, in Dörfern und Klöstern gewinnst du interessante Einblicke in das Leben an einem Ort, der lange Zeit weitgehend vom westlichen Einfluss abgeschnitten war. Myanmar ist einfach das perfekte Reiseziel für Liebhaber kolonialer Architektur, beeindruckender Tempel, atemberaubender Landschaften und gastfreundlicher Menschen!

Zusammenfassung

Auch wenn Yangon nicht mit den queeren Partymetropolen Asiens konkurrieren kann, hat die Stadt eine kleine, aber spannende LGBT-Szene zu bieten. Die Auswahl an Gay-Bars, Clubs und Partys reicht von gemütlichen Treffpunkten bis hin zu energiegeladenen Dancefloors.

Wer das schwule Nachtleben in Yangon entdecken möchte, sollte offen für Neues sein, mit etwas Geduld die richtigen Locations ausprobieren und dabei die kulturellen Besonderheiten respektieren. So wird ein Abend in Myanmars Hauptstadt zu einem besonderen Erlebnis voller Begegnungen, Musik und authentischem Flair.

 

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