Ein weiterer Schock für die Schwulenszene in Köln: Die Sauna Vulcanus stellt nach 54 Jahren ihren Betrieb ein. Damit verliert die Stadt am Rhein eine der ältesten Gay-Saunen Deutschlands. Das Team nennt Vandalismus und die daraus entstandenen Folgekosten als Grund für die Schließung.
Eine der ältesten Gay-Saunen Deutschlands hört auf
Diese Nachricht dürfte viele Stammgäste traurig machen: Die Sauna Vulcanus gehörte über Jahrzehnte zur schwulen Saunalandschaft in Köln. In einer Mitteilung an die Gäste schreibt das Team auf der eigenen Homepage, dass es als eine der ältesten Gay-Saunen Deutschlands den Betrieb nach 54 Jahren leider einstellen müsse.
Ausschlaggebend für diese Entscheidung waren Vandalismus und die finanziellen Folgen. Die dadurch entstandenen Kosten hätten einen Weiterbetrieb offenbar unmöglich gemacht.
Dank an die langjährigen Gäste
In der Mitteilung bedankt sich das Team ausdrücklich bei den Gästen für ihre Treue. Viele Besucher kannten die Sauna seit Jahren oder sogar Jahrzehnten. Für sie war die Vulcanus-Sauna nicht nur ein Ort zum Saunieren, sondern auch ein fester Bestandteil der schwulen Szene in Köln.
Zwar gilt Köln weiterhin als eine der wichtigsten Städte für das schwule Nachtleben in Deutschland, doch die Schließung zeigt auch, wie fragil kleinere Szeneorte inzwischen geworden sind. Steigende Kosten, ein verändertes Ausgehverhalten und Schäden durch Vandalismus können insbesondere kleine Betriebe stark belasten.
Hinweis für Inhaber von 10er-Karten
Gäste, die noch im Besitz von 10er-Karten sind, werden gebeten, sich per E-Mail an das Team zu wenden. Der Restbetrag wird ausgezahlt.
Kontakt: sauna.vulcanus@aol.com
Mit der Schließung der Sauna Vulcanus verschwindet ein traditionsreicher Ort aus der Kölner Gay-Szene. Für viele Saunafreunde endet damit ein über fünf Jahrzehnte bestehendes Kapitel.