Werden LGBT-Personen auf Reisen stärker diskriminiert?

Es scheint, als würde die Reisebranche gegenüber sexuellen und geschlechtlichen Minderheiten zunehmend feindseliger werden, wie aus einer veröffentlichten LGBTQ-Risikokarte hervorgeht, die einen weltweiten Rückschritt bei den Rechten sowie eine gleichzeitige Zurückhaltung der Unternehmen beim Schutz ihrer Mitarbeiter auf Reisen aufzeigt.

Um diesen globalen Überblick über die Sicherheitslage zu erstellen, stützt sich die Studie auf eine Methodik, die die lokale gesellschaftliche Akzeptanz, die Rechtmäßigkeit gleichgeschlechtlicher Partnerschaften und die Anerkennung von Trans-Rechten kombiniert und dabei auf Referenzdaten von Equaldex und der internationalen Vereinigung ILGA World zurückgreift.

Während die Verteilung auf der Gesamtkarte leider ähnlich wie im Jahr 2025 bleibt – mit 80 Gebieten in der „normalen“ grünen Zone, 62 in der „hohen“ gelben Zone und 91 Ländern in der „sehr hohen“ orangefarbenen Zone, in der Reisende von Belästigung und rechtlichen Sanktionen bedroht sind – ist die Analyse der jüngsten gesetzgeberischen Entwicklungen besonders alarmierend.

Die geografischen Unterschiede werden immer ausgeprägter: Westeuropa entwickelt sich zu einem vollständig grün gefärbten Zufluchtsort, während der Nahe Osten, Nordafrika und Subsahara-Afrika eine überwältigende Mehrheit der als orange eingestuften Reiseziele ausmachen.

Dieses strukturelle Ungleichgewicht wird durch eine katastrophale jährliche Gesetzesbilanz angeheizt, in der von zehn international identifizierten großen Reformen nur zwei humanitäre Fortschritte hervorstechen: die Entkriminalisierung homosexueller Beziehungen in St. Lucia und Botswana.

Anderswo leuchten die Warnsignale rot, wie in Burkina Faso, das sich dafür entschieden hat, Homosexualität unter Strafe zu stellen; im Senegal, der sein Strafgesetzbuch verschärft hat; sowie in Belarus und Kasachstan, die ihre Politik auf das Verbot sogenannter „LGBT-Propaganda“ stützen. »

Diese konservative Welle verschont auch nicht die Rechte von Familien und Transgender-Personen, wie die Slowakei zeigt, die gleichgeschlechtlichen Paaren den Zugang zur Adoption verwehrt hat, und Indien, das das Grundrecht auf geschlechtliche Selbstbestimmung aufgehoben hat.

Selbst westliche Supermächte schwanken in dieser Einschätzung, da die Vereinigten Staaten, obwohl sie im Allgemeinen in der Kategorie der sicheren Länder in Grün verbleiben, von Riskline nach dem Urteil des Obersten Gerichtshofs hervorgehoben werden, das die Entscheidung der Trump-Regierung bestätigte, die neutrale Bezeichnung «X» aus amerikanischen Pässen zu entfernen – ein Symbol für die globale Tragweite dieses großen Rückschritts bei den Freiheiten.

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