In Sri Lanka haben Wildhüter schwule Elefanten dabei gesehen, wie sie sich gleichgeschlechtlich annähern – inklusive gegenseitigem Besteigen.
Dass Zuneigung unter Gleichgeschlechtlichen zu den schönsten Seiten des menschlichen Lebens gehört, ist bekannt. Doch offenbar ist diese Form der Nähe nicht nur uns Menschen vorbehalten. Auch in der Tierwelt gibt es schwule Wale, Pinguine, Schafe und Flamingos – und nun treten auch Elefanten ins Rampenlicht.
Schwule Elefanten in Sri Lanka
Wie die englischsprachige Zeitung Daily Mirror berichtet, erklärten Wildhüter:
Homosexuelles Verhalten wird bei wilden Elefanten beobachtet. Männliche Elefanten zeigen häufig gleichgeschlechtliche Bindungen und besteigen einander.
Diese Beobachtungen wurden vor allem in den Nationalparks Minneriya und Kaudulla gemacht und gelten dort als natürlicher Teil des Sozialverhaltens. Besonders häufig sei dies in den Monaten zu beobachten, in denen Nahrung und Wasser reichlich vorhanden sind.
Das Blatt ergänzt, dass körperlich stärkere Elefantenbullen meist Zugang zu Weibchen erhalten, während schwächere Tiere häufiger homosexuelles Verhalten zeigen – wobei die Elefanten selbst damit offenbar bestens zufrieden sind.
Auch aus Südindien gibt es ähnliche Szenen: Ein kürzlich auf X (ehemals Twitter) geteilter Clip zeigt zwei Elefantenbullen in der Nähe von Gudalur, die zärtlich miteinander umgehen. Elefanten zeigen ihre Zuneigung, indem sie ihre Rüssel ineinander verschlingen oder sich gegenseitig pflegen. Solche „Beziehungen“ – egal, ob zwischen Männchen oder Weibchen – können über viele Jahre hinweg bestehen.
Trotz dieser Freiheit in der Tierwelt sieht die Realität für Menschen in Sri Lanka anders aus. Gleichgeschlechtliche Beziehungen sind dort nach wie vor illegal. Zwar hat der Oberste Gerichtshof im Jahr 2023 den Weg für eine Entkriminalisierung freigemacht, doch das entsprechende Gesetz ist bis heute nicht verabschiedet. Immerhin erklärte Präsident Ranil Wickremesinghe 2022, seine Regierung werde den entsprechenden Gesetzentwurf nicht blockieren.