Lüneburg hat einen neuen schwulen Heidekönig: Jean Luc Reme Jabiro wurde am 14. Februar 2026 zum 22. Träger des Titels gewählt. Der 31-jährige Bodenwissenschaftler und Stadtplaner setzte sich im Fürstensaal des historischen Rathauses gegen den 32-jährigen Internetspezialisten René Duchon durch. Bei der Zeremonie überreichte ihm sein Amtsvorgänger Eric Böttcher die Krone und verabschiedete sich damit offiziell aus seiner Regentschaft.
Jean Luc Reme Jabiro stammt ursprünglich aus Ruanda und lebt heute in Lüneburg. Über seine Wahl sagte er, die Stadt sei für ihn zu einer zweiten Heimat geworden. Sie stehe für Vielfalt, Nächstenliebe und starken Zusammenhalt. Künftig wird er bei zahlreichen Veranstaltungen als Repräsentant der queeren Szene auftreten und sich öffentlich für mehr Akzeptanz gegenüber queeren Menschen einsetzen.
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Schwuler Heidekönig 2026: Jean Luc Reme Jabiro im Rathaus gewählt
Die Wahl zum Schwulen Heidekönig 2026 fand vor Publikum statt, wobei jede anwesende Person stimmberechtigt war. Unter den Gästen befanden sich auch zahlreiche Gastmajestäten anderer befreundeter Königshäuser. Organisator Dirk Ahrens erklärte, dass für die Majestäten und ihre Begleitungen bereits am Nachmittag ein Programm vorbereitet worden war. Dazu gehörten eine Stadtführung durch die Hansestadt Lüneburg sowie ein Empfang mit Schnittchen und Sekt.
Das Amt des schwulen Heidekönigs ist seit vielen Jahren ein fester Bestandteil des kulturellen Lebens in Lüneburg. Der Titelträger repräsentiert die Community unter anderem bei regionalen Festen und öffentlichen Terminen. Dazu zählen etwa das Heideblütenfest in Amelinghausen, Spargelfeste, Erntedankveranstaltungen und der Christopher Street Day in Hamburg.
Eine Tradition mit Ursprung im Jahr 2000.
Die Geschichte des Amtes reicht bis ins Jahr 2000 zurück. Damals rief die Lüneburger Kampagne „Hin und Wech“ den Titel ins Leben. Er war als queeres Gegenstück zu klassischen Repräsentationsfiguren wie der Heidekönigin aus Amelinghausen gedacht. Gleichzeitig sollte mit der Aktion auf die Risiken von HIV aufmerksam gemacht werden.