Normalerweise liefern die sogenannten Multimedia-Totems in italienischen Städten nüchterne Touristeninformationen oder Werbung. Doch in Fano an der Adriaküste erlebten Anwohner und Urlauber diese Woche eine ganz andere Art von „Stadtführung“: Stundenlang liefen auf einem dieser Displays schwule Pornofilme mit Ton.
Schwule Pornos statt Touristeninfos in Fano
Eine Anwohnerin entdeckte den Vorfall frühmorgens beim Gassigehen mit ihrem Hund. Aus dem Totem in der Innenstadt drangen laute Stöhngeräusche, die sich schnell als Teil eines Hardcore-Clips entpuppten. Laut Polizei liefen die Filme bereits die halbe Nacht über. Erst eine Notabschaltung konnte das öffentliche „Programm” beenden.
Die Stadtverwaltung sprach von „Cyber-Vandalismus“. Offenbar hatten Unbekannte das Gehäuse aufgebrochen und eigenes Material hochgeladen. Die Carabinieri ermitteln, wer hinter dem pikanten Hack steckt.
Ermittlungen wegen Cyber-Vandalismus an der Adria
Seitdem ist Fano in Aufruhr. Während einige Bürger von einem „Verfall der Sitten“ sprechen und den Jugendschutz betonen, reagieren andere mit Humor. In den sozialen Netzwerken kursieren bereits Vorschläge für neue Tourismus-Slogans wie „Fano – die Hauptstadt männlicher Gastfreundschaft“.
Ob der Vorfall am Ende mehr Empörung oder mehr internationale Aufmerksamkeit für den Urlaubsort in Italien bringt, bleibt abzuwarten. Sicher ist jedoch: Mit dieser ungewöhnlichen „Werbeaktion“ hat es die kleine Stadt an der Adria in die Schlagzeilen weit über dies Landesgrenzen hinaus geschafft.