Eine Gay-Sauna in Seoul unterscheidet sich deutlich von den großen Badehäusern europäischer Metropolen. Viele dieser Einrichtungen sind kleine Cruise-Clubs, in denen Begegnungen wichtiger sind als Wellness.
Auch der Zutritt kann kompliziert sein. So richten sich manche Gay-Saunen in Seoul ausschließlich an junge und trainierte Männer. Mitunter wird sogar eine Fitnessstudiokarte verlangt, um zu überprüfen, ob ein Gast regelmäßig trainiert.
Ähnlich wie in Tokyo werden ausländische Besucher in einigen koreanischen Gay-Saunen grundsätzlich abgewiesen. Andere Clubs entscheiden an der Tür nach Alter und Aussehen. Ein Einlass ist daher nicht immer garantiert.
Was ist besonders an Gay Saunen in Seoul?
Die schwule Saunaszene der Hauptstadt von Südkorea ist vergleichsweise diskret. Viele Clubs befinden sich in gewöhnlichen Geschäftsgebäuden und sind von außen kaum als solche zu erkennen.
Vor dem Besuch sollte man auf folgende Besonderheiten achten:
- Altersgrenzen werden teilweise streng kontrolliert.
- Einige Clubs erwarten einen sportlichen Körperbau.
- Ausländische Gäste erhalten nicht überall Zutritt.
- Die Ausstattung fällt oft schlichter aus als in europäischen Gay Saunen.
Der Begriff „Gay-Sauna” kann außerdem irreführend sein. So verfügen manche Einrichtungen lediglich über Duschen, Schließfächer und Ruhekabinen. Dampfbäder oder Whirlpools gehören nicht zwangsläufig zur Ausstattung.
Prince Sauna in Seoul
Die Prince Sauna ist ein kleiner Gay-Cruise-Club im Stadtteil Donggyo-dong. Er befindet sich im dritten Stock eines Gebäudes im Bezirk Mapo-gu.
Die Adresse lautet Donggyo-dong 185, Parzelle 41, in Seoul. Laut den veröffentlichten Angaben ist der Club rund um die Uhr geöffnet.
Strenge Auswahl der Gäste
Die Prince Sauna ist vor allem für ihre strenge Türpolitik bekannt. Der Club richtet sich hauptsächlich an junge, fitte Koreaner im Alter von 20 bis 30 Jahren.
Ältere Männer werden nur vereinzelt eingelassen. Auch ausländische Besucher können Zutritt erhalten, sofern sie dem gewünschten Publikum entsprechen. Eine Garantie dafür gibt es jedoch nicht.
Die meisten Gäste sind junge Koreaner, die bevorzugt andere koreanische Männer kennenlernen möchten. Internationale Besucher sollten deshalb damit rechnen, an der Tür abgewiesen zu werden.
Ausstattung der Prince Sauna
Trotz ihres Namens verfügt die Prince Sauna weder über eine klassische Sauna noch über einen Whirlpool. Hier stehen Cruising und diskrete Begegnungen im Mittelpunkt.
Zur Ausstattung gehören:
- Duschbereich und Schließfächer
- Labyrinth und kostenlose Kabinen
- Kondome sowie Gleitgel
- Kaffee für die Gäste
Aufgrund seiner geringen Größe wirkt der Laden schnell gut besucht. Die beliebteste Zeit ist am Wochenende zwischen 17 und 23 Uhr.
Eintrittspreise
- Nach den vorliegenden Angaben kostet der Eintritt zwischen 7 und 19 Uhr etwa 6.500 Won.
- In der Nacht steigt der Preis auf etwa 13.000 Won.
Im Eintrittspreis sind Kaffee, Kondome und Gleitgel enthalten.
Anreise zur Prince Sauna
Die Prince Sauna liegt in der Nähe der Station Sinchon an der grünen Linie 2 und ist vom Ausgang 8 aus in etwa fünf Minuten zu Fuß zu erreichen.
Als Orientierung dient ein FamilyMart auf der linken Straßenseite. Der Club befindet sich im dritten Stock desselben Gebäudes.
Bei einer Taxifahrt kann Donggyo-dong im Bezirk Mapo-gu als Ziel angegeben werden.
HE’S Sauna in Itaewon
Die HE’S ist die ehemalige Hyundai Sauna und gilt als die älteste Gay-Sauna in Seoul. Sie liegt in Itaewon, dem inoffiziellen Schwulenviertel der Stadt.
Die Adresse lautet: Itaewon-dong 131, Parzelle 36, Bezirk Yongsan. Auch das HE’S soll rund um die Uhr geöffnet sein.
Internationaleres Publikum
HE’S ist weniger stark auf junge Koreaner ausgerichtet als die Prince Sauna. Das Publikum ist gemischter und ausländische Gäste sind eher willkommen.
Auch Männer über 50 können hier interessante Begegnungen haben. In Erfahrungsberichten werden die Besucher als kontaktfreudig beschrieben und die Atmosphäre als unkompliziert.
Räume und Ausstattung
HE’S erstreckt sich über mehrere Etagen. Es gibt Duschen und eine Trockensauna mit einer Temperatur von etwa 80 Grad.
Auf zwei Stockwerken befinden sich Kabinen ohne Türen. Im dritten Stock gibt es einen Fernsehraum und einen weiteren Saunabereich.
Die Einrichtung wirkt in weiten Teilen relativ zeitgemäß. Der Teppichboden im Saunabereich dürfte allerdings nicht jeden Gast überzeugen.
Die beiden Heißwasserbecken werden offenbar nicht mehr genutzt. In ihnen stehen Kartons und Aquarien. Am Eingang erhalten Besucher zudem nur ein kleines Handtuch, das eher für das Gesicht als zum Abtrocknen des Körpers geeignet ist.
Eintrittspreis
- Nach den vorliegenden Informationen kostet der Eintritt am Abend etwa 25.000 Won.
- Dafür erhält man eine umfangreichere Ausstattung und bessere Chancen auf Einlass.
Welche Gay Sauna in Seoul passt zu wem?
Die Prince Sauna eignet sich vor allem für jüngere, sportliche Männer, die einen kleinen Cruising-Club mit überwiegend koreanischem Publikum suchen. Der günstige Eintritt ist zwar attraktiv, allerdings bleibt die strenge Auswahl an der Tür ein erhebliches Risiko.
HE’S ist die passendere Adresse für ausländische und ältere Besucher. Die Sauna bietet mehr Platz und ein internationaleres Publikum. Dafür liegt der Eintrittspreis jedoch deutlich höher.
Wer eine Gay-Sauna in Seoul besuchen möchte, sollte die aktuellen Öffnungszeiten und Zutrittsbedingungen noch einmal prüfen. Besonders die Aufnahme ausländischer Gäste kann sich ohne vorherige Ankündigung ändern.

Hallo, ich bin Mario. Mit meinem Reiseblog helfen ich schwulen Männern bereits seit 2007, das passende Reiseziel für ihren nächsten Gay-Urlaub zu finden. Ich stelle gay-friendly Hotels, die beliebtesten Gay Bars, Clubs und Saunen vor. Außerdem findest du hier aktuelle CSD-Termine, News aus der Szene sowie wichtige Hinweise und Tipps für Reisen in weniger LGBT-freundliche Länder. Ich möchte dir helfen, deine eigenen sicheren Reiseerlebnisse zu planen.