Spermamenge: Wie können Männer mehr Sperma produzieren?

Wenn die Ejakulat-Menge weniger wird, ist das für viele Männer ein „Schlag gegen die Männlichkeit“, der sie mit großer Besorgnis erfüllt. Dabei ist das völlig normal: Je älter der Mann wird, desto weniger Sperma produziert er. Das war auch beim Steinzeitmann so, auf den aus Erklärungsgründen gleich etwas näher eingegangen wird. Heute können wir jedoch etwas für eine größere Spermamenge tun. Ich verrate dir, wie Männer mehr Sperma produzieren können!

Spermamenge vergrößern: Warum wird Sperma weniger?

Altern ist ein physiologischer Prozess, indem sich der Körper in einem fortschreitenden biologischen Abbau befindet. Alles wird nach und nach etwas langsamer bzw. weniger, auch die Sperma-Produktion.

Dieser Abbauprozess beginnt viel früher, als den meisten von uns bewusst ist: Bis so etwa zum 33. Lebensjahr ist der Körper mit der Vollendung seines Aufbaus beschäftigt, ab dann beginnen die Funktionen der Zellen und Organe nachzulassen.

Für den Steinzeitmenschen war das sinnvoll: So langsam „erwachsen“, dass man von den Älteren viel Lernen konnte; dann lange Jahre mit voller Kraft Sammeln und Jagen. Danach eine ruhigere Phase mit zunehmender Versorgung durch die Nachfahren, bis das Leben mit durchschnittlich 54 Jahren sein Ende nahm (wissenschaftlicher Konsens: 33 Jahre „statistische „Lebenserwartung bei Geburt“, bereinigt um damals vielfach höhere Säuglingssterblichkeit = Durchschnittsalter).

Dieses realistischere Durchschnittsalter wird deshalb erwähnt, weil es die Annahme impliziert, dass die mit dem Alter zunehmenden Störungen (zu denen auch die verminderte Spermamenge zählt) doch viel mit unserem modernen Lebenswandel zu tun haben.

Wenn die Sperma-Produktion ohne irgendwelche besonderen medizinischen Ursachen nachlässt, sollte deshalb die persönliche Lebensführung genau unter die Lupe genommen werden – was deshalb gerade so eindrücklich erklärt wurde, weil es sich nicht nur der Spermamenge zuliebe lohnt:

Sperma-Bremsen abbauen

Von folgenden ungünstigen Lebensgewohnheiten ist bekannt, das sie sich negativ auf die Ejakulat- bzw. Sperma-Produktion auswirken können:

  • Fahrradfahren mit dem falschen Sattel
  • Dauerhaftes Tragen zu enger Jeans
  • Nikotin in Zigaretten und E-Zigaretten
  • Übermäßiger Alkoholkonsum
  • Auch sehr häufiges Onanieren (oder viel Sex) führt zu weniger Sperma beim Abspritzen

Während der Wechsel des Fahrradsattels und der Griff zu weiteren Jeans für wenige Männer ein Problem darstellt, wird die totale Aufgabe von Gewohnheiten häufig vehement abgelehnt. Hier zeigen sich jedoch in der modernen Medizin erfreuliche Tendenzen, die sich wegbewegen von der Forderung nach einer 100-%-Umstellung: Es reicht, dem Körper mehr Aufmerksamkeit zuzuwenden und dabei mittels vernünftiger Information über die entscheidenden körperlichen Vorgänge ungute Gewohnheiten nach und nach auf das Minimum einzugrenzen, das für Geist und Körper verträglich ist.

Darüber hinaus könnten sich aber auch Ungleichgewichte in der allgemeinen Lebensführung negativ auf die Sperma-Produktion auswirken:

Mehr Sperma produzieren: Den Körper ins Gleichgewicht bringen

Auf der einen Seite werden wir nicht nur wegen Mangel an Säbelzahntigern heute älter als der älteste Steinzeitmensch, sondern weil wir uns einige Tricks ausgedacht haben, um Verletzungen und körperliche Entgleisungen zu heilen.

Auf der anderen Seite nehmen in den Industrienationen seit Jahrzehnten die sogenannten Zivilisationskrankheiten zu – die nach Ansicht vieler Mediziner zum größten Teil eben nicht durch längeres Lebensalter, sondern durch eine Lebensweise zu erklären sind, die sich zu weit vom Leben des Steinzeitmenschen entfernt hat:

  1. Falsche bzw. viel zu üppige Ernährung
  2. Zu viel Stress
  3. Zu wenig Bewegung

Vor diesen Zivilisationskrankheiten liegen Stoffwechselstörungen, die schon lange vor Ausbrechen einer Krankheit diverse Unpässlichkeiten verursachen können – möglicherweise auch eine verminderte Spermien-Produktion. Dass die Qualität der Spermien in allen Industriestaaten der Welt seit Jahren zurückgeht, wird schon lange vermutet und gerade nach einer 15 Jahre laufenden Studie bewiesen.

In letzter Zeit wird die Medizin jedoch immer besser darin, chronischen Fehlentwicklungen und Abbauprozessen ganzheitlich (ganzkörperlich) entgegenwirken – und das im Kern mit nichts anderem als einer an den jeweiligen Stoffwechsel angepassten, gesunden Ernährung und an den jeweiligen Körper angepassten, gesunden Bewegung.

Spermamenge erhöhen

Die Ernährungswissenschaft hat in den letzten Jahren einen gewaltigen Sprung gemacht: Um 1950 entstanden, hat sie gut ein halbes Jahrhundert lang Einzelheiten erforscht und diese Erkenntnisse in den letzten paar Jahren zu einem Überblick zusammengefügt. Dazu haben Anthropologen erforscht, dass der Mensch schon immer am besten gelebt (und bis in die letzte, vielleicht für die Sperma-Produktion zuständige Zelle funktioniert) hat, wenn er dem weltweiten Durchschnittsstandard „gut trainierter Vegetarier mit tierischer Beikost“ folgte. Damit wissen wir heute, dass gesunde Ernährung ziemlich einfach ist:

  • Verzehr einer möglichst bunten Vielfalt echter Lebensmittel
  • Viel pflanzliche Nahrung, in der unzählige gesunde Stoffe stecken
  • Mäßige Mengen Fleisch, Fisch, Eiern, die gesunde Amino- und Fettsäuren enthalten, aber im Übermaß auch schnell zellschädigend wirken
  • Das alles am besten in einer Menge, die dem persönlichen Bewegungsprofil entspricht und
  • In der Mischung, die dem jeweiligen Menschen am besten schmeckt und am besten bekommt.

Wenn diese Basis stimmt, pendelt sich eine verminderte Spermien-Produktion oft von selbst wieder ein; einige Inhaltsstoffe von Lebensmitteln sollen die Sperma-Produktion besonders anregen und können eine Zeitlang bevorzugt zugeführt werden:

  • Vitamine A und E
  • Spurenelement Zink
  • Granatäpfel (Bio-Granatapfelsaft)
  • Aminosäure Arginin (in Nüssen, Fisch, Fleisch oder als Nahrungsergänzungsmittel).

Unterstützen lassen sich diese Maßnahmen durch gezieltes Beckenboden-Intervalltraining für Männer, das von diversen Physiotherapeutischen Praxen angeboten wird.

Weniger Onanieren führt zu mehr Sperma

Eine weitere Möglichkeit, mehr Sperma zu produzieren, liegt – im wahrsten Sinne des Wortes – in deiner Hand: Je häufiger du onanierst, desto geringer ist die Spermamenge beim Abspritzen. Das gleich gilt natürlich für Sexualverkehr mit anderen Partnern. Wer drei Mal pro Tag wichst, wird automatisch bei jedem Durchgang weniger Sperma spritzen, als ein Mann, der sich nur einmal pro Woche selbst befriedigt.

Dies soll jedoch nicht bedeuten, dass Selbstbefriedigung schädlich ist! Jeder Mann soll es sich so oft selbst besorgen, wie er möchte. Doch es ist völlig natürlich, dass die Spermamenge beim Spritzen dann deutlich geringer ausfällt. Vielleicht hast du es schon selbst bemerkt: Wenn du durch viel Stress auf der Arbeit oder während einer Klassenfahrt für mehrere Tage keine Zeit oder Gelegenheit zum Wichsen hattest, spritzt du deutlich mehr Sperma!

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